Work-Life-Balance


Erfahren Sie, wie Sie Arbeit und Privatleben in Einklang bringen, um langfristig zufrieden und leistungsfähig zu bleiben.

Die eigene Mitte

Die eigene Mitte zu finden ist gar nicht so einfach. Manchmal glauben wir, uns selbst zu verwirklichen – und realisieren in Wahrheit nur die Vorstellungen und Träume anderer. Manchmal sind wir davon überzeugt, auf der Siegerstraße zu fahren – und sind längst in eine Sackgasse geraten. Warum wissen wir oft nicht, was gut für uns ist? Ein Grund ist die heutige Reizüberflutung. Wir sind abgelenkt von Hunderten von Dingen. Wir verlieren uns im Alltäglichen. Und wir hören auf die Ratschläge Fremder, statt in uns selbst hineinzuhorchen.

 

  • Jeder Mensch hat ein persönliches, nur für ihn selbst stimmendes Maß. Es legt seine Vorlieben fest, seine Talente, seine Möglichkeiten. Oft sind diese viel größer, als wir glauben – aber manchmal überschätzen wir uns auch.
  • Ein gutes Indiz dafür, dass wir uns in unserer Mitte befinden, ist ein Gefühl von innerem Fluss, ein Flow. Wir arbeiten mühelos, uns gelingt alles. Wir begegnen den richtigen Menschen, stellen die richtigen Fragen, wählen den richtigen Weg.
  • Wann und unter welchen Bedingungen stellt sich ein Flow bei Ihnen ein? Wer oft Flow-Zustände erreicht, ist in seiner Mitte. Aber Vorsicht: Verwechseln Sie Flow nicht mit Rausch!

Maßlosigkeit

Haben Sie je darüber nachgedacht, warum Menschen bis zur Erschöpfung arbeiten, Marathon bis zum Zusammenbruch laufen oder sich bis zum Koma betrinken? Warum sie Strapazen auf sich nehmen, um exotische Länder zu bereisen oder sich verschulden, um Häuser zu bauen, die sie sich eigentlich nicht leisten können? Maßlosigkeit ist in Mode – vielleicht, weil sich hinter ihr ein letztlich sehr romantischer Gedanke verbirgt: Wir alle wollen mehr sein, mehr fühlen und mehr wahrnehmen, als es nach menschlichem Ermessen möglich ist. Hybris hat man dieses Streben nach dem Übermenschlichen früher genannt und damit Menschen gemeint, die sein wollten wie Gott.

 

  • Maßlosigkeit liegt in uns allen. Sie lässt sich nur mit Vernunft und Selbstdisziplin bekämpfen.
  • Ständiges Maßhalten ist unrealistisch. Gönnen Sie sich gelegentlich Ausschweifungen! Sorgen Sie aber dafür, dass Sie in wichtigen Lebensfeldern Maß halten. Alles andere ist selbstzerstörerisch.

Formen

Früher war das Leben durch feste Gebräuche und Sitten geregelt: Am Sonntag ging es in die Kirche, am Tisch herrschten strenge Benimmregeln, und in der Schule mussten die Kinder still sitzen. Heute dagegen wird unser Leben durch Freiheit bestimmt: Wir haben alle Möglichkeiten. Doch Formlosigkeit, das Fehlen von Regeln, überfordert viele Menschen und lässt sie ihr Gleichgewicht verlieren, weil sie sich an nichts mehr halten können. Die Lösung: Erfinden Sie Ihre eigenen Formen und Rituale innerhalb der Familie! Vor allem für Kinder ist das wichtig.

 

  • Halten Sie feste Essenszeiten ein. Und: Beschränken Sie den Speiseplan nicht auf Fertiggerichte.
  • Begrenzen Sie TV- und Computer-Konsum durch zeitliche Grenzen (auch bei Erwachsenen).
  • Feiern Sie Feste mit selbst ausgedachten Ritualen, z. B. bestimmte Musik, bestimmte Dekoration.
  • Tragen Sie in der Freizeit nicht nur Schlabberklamotten.
  • In einer geordneten Wohnung können Sie sich besser entfalten.

Das 30-Sekunden-Prinzip

Schieben Sie lästige Routineaufgaben vor sich her? Dann wächst auf Ihrem Schreibtisch wahrscheinlich ein beachtlicher Berg – und lastet schwer auf Ihrem Magen. Wie besiegen Sie das selbstgemachte Chaos?

 

Menschen, die zu Unordnung neigen, fühlen sich oft gehetzt von den unzähligen Aufgaben, die auf sie warten – vor allem, weil sie keine Ahnung haben, wie lange sie wirklich dauern. Schneller Tipp: Nehmen Sie eine Stoppuhr und messen Sie die Zeit, die Sie für die Erledigung von Routinetätigkeiten benötigen! Sie werden feststellen, dass viele Arbeiten viel schneller fertig sind, als Sie denken. Wenden Sie die 30-Sekunden-Regel an: Braucht ein Job weniger als eine halbe Minute, erledigen Sie ihn sofort.

 

Erholungsrituale

Fernsehen, Sport, Freunde, Nachtleben – Sie nehmen sich nach der Arbeit selten Zeit, um wirklich zur Ruhe zu kommen. Doch jeder braucht Zeit, um den Bürostress im Feierabend abzuschalten. Ein Erholungsritual kann Ihnen dabei helfen, Grenzen zu setzen und bewusst zu sich zu kommen.

 

Manchmal hilft ein kleines Ritual, den Feierabend zu beginnen – zum Beispiel eine heiße Tasse Tee. Lassen Sie den Tag noch einmal Revue passieren, hängen Sie Ihren Gedanken nach, hören Sie Musik. Um innerlich umzuschalten und den Arbeitstag hinter sich zu lassen, kann auch Umziehen helfen – raus aus den Büropumps, weg mit der Krawatte, rein in Jogginghose und Wollsocken! Füße hoch ist aber nicht für jeden das richtige Rezept zum Abschalten. Alternativ bringen Bewegung und Freizeitsport Schwung in müde Glieder und frischen Wind in Ihre Gedanken.

 

 

 

 

Auszeit für Führungskräfte

Kräfte bündeln, Werte reflektieren, Visionen leben. Die Inhalte sind nicht starr vorgegeben, sondern werden in der Gruppe gemeinsam festgelegt. Und noch eine wichtige Sache: Verzichten Sie bitte während des gesamten Tages auf Handy, Internet & Co. – wenn Sie jetzt befürchten, dass Sie erreichbar sein müssen, dann ist dieses Seminar für Sie besonders interessant!
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