Richtig motivieren


Erfahren Sie mehr über einfache und direkt anwendbare Methoden, um Ihre Mitarbeiter zu begeistern und zu motivieren.

Intrinsisch motivieren

Intrinsische Motivation, also das ursprüngliche Interesse an der Arbeit zu fördern, ergibt immer Sinn: Die Qualität der Arbeit steigt, ebenso die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz – und intrinsische Motivation ist prinzipiell sogar ohne Geld möglich! Doch Achtung: Intrinsische Motivation geht ins Leere, wenn Sie extrinsisch demotivieren. Und das bedeutet schlicht: gute Arbeit muss auch gut bezahlt werden.

Wie motivieren Sie Mitarbeiter intrinsisch?

 

  • Geben Sie Eigeninitiative und selbständiger Arbeit Raum, delegieren Sie Verantwortung.
  • Beteiligen Sie Mitarbeiter an Erfolgen.
  • Zeigen Sie selber idealistisches Handeln, wenn Sie von Mitarbeitern Idealismus erwarten.
  • Betonen Sie Werte wie Qualität, Sorgfalt und handwerkliches Geschick.
  • Verzichten Sie auf Statussymbole, bevorzugen Sie flache Hierarchien.
  • Loben Sie gute Arbeit um ihrer selbst willen.
  • Pflegen Sie ein hohes Arbeitsethos. Überarbeiten Sie Misslungenes, prüfen Sie Ergebnisse.

Extrinsisch motivieren

Mitarbeiter ausschließlich intrinsisch zu motivieren, ist nur dann realistisch, wenn es sich um ein ehrenamtliches Unternehmen, eine karitative Einrichtung oder um Lernende (z. B. Studenten) handelt. Alle anderen Mitarbeiter müssen in gleichem Maße auch extrinsisch motiviert werden. Natürlich ist die wichtigste extrinsische Motivation das Gehalt, eine Prämie oder ein Honorar. Extrinsische Motivation kann aber auch andere, nichtmaterielle Elemente enthalten.

Wodurch können Sie noch extrinsisch motivieren?

 

  • Ehrungen, Beförderungen oder Titel sind extrinsisch, weil sie an Stolz und Statusbewusstsein appellieren.
  • Lob und Anerkennung stellen prinzipiell eine extrinsische Motivation dar.
  • Die Vergabe von Privilegien (Mitarbeiterparkplatz, Namensschild, flexible Arbeitszeit, Dienstwagen) sind eine symbolische Form extrinsischer Anerkennung.

In der Praxis ist eine strenge Unterscheidung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation weder sinnvoll noch notwendig, denn im Normalfall tauchen Mischformen auf.

 

Schlechte Laune

Viele Vorgesetzte wissen nicht, dass sie mit einem missmutigen Gesicht schlechte Laune verbreiten. Die Mitarbeiter warnen sich dann gegenseitig: „Vorsicht − Chef ist mies gelaunt!” Die Motivation sinkt und es werden Fehler gemacht. Wie vermeiden Sie schlechte Laune?

Als Vorgesetzter sollten sie ab und zu bewusst in den Spiegel schauen, denn ein negatives Gesicht kann sich im Laufe eines Tages zur Grimasse verfestigen. Lächeln Sie zunächst bewusst − damit wird die negative Haltung unterbrochen. Das Lächeln wirkt sich auf den Rest des Körpers aus und beeinflusst Ihre Stimmung positiv. Ein kleiner Spiegel am Monitor oder am Telefon kann Ihnen helfen, die Mimik zu kontrollieren und zum Positiven zu verändern. Übrigens werden Sie weniger schlechte Laune haben, wenn Sie nicht so viel arbeiten und sich zwischendurch auch mal was gönnen − das tun Ihre Mitarbeiter schließlich auch!

 

Demotivation durch Sorgen

Mitarbeiter, die immer wieder daran denken, dass ihr Unternehmen in seiner Existenz vielleicht gefährdet ist, sind in ihrer Motivation beeinträchtigt. Wie gehen Sie mit der Sorge der Mitarbeiter um den eigenen Arbeitsplatz um? Wer die Zukunft seiner Firma in dunklen Farben malt, hofft vielleicht, dass Mitarbeiter sich mehr anstrengen − aber diese reagieren meist anders: Sie lassen den Mut sinken und suchen nach einer anderen Beschäftigung.

 

  • Stehen Sie zu wirtschaftlichen Problemen, aber verbreiten Sie trotzdem immer Zuversicht. Entwerfen Sie positive Visionen statt Untergangsszenarien.
  • Verweisen Sie auf frühere Durststrecken, die das Unternehmen schon erfolgreich bewältigt hat.
  • Überlegen Sie bei allen Informationen über Ihr Unternehmen, wie diese von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten aufgenommen werden.

Weitergeben von Lob

Mitarbeiter, die etwas herstellen, kommen manchmal mit dem Empfänger ihrer Arbeit gar nicht in Kontakt und erhalten von ihm keine Anerkennung − dadurch kann Enttäuschung und Frustration entstehen. Was können Sie dagegen tun?

 

Ein positives Feedback von Kunden wie Lob und Dank sollte immer spontan an die betreffenden Mitarbeiter weitergegeben werden − das motiviert und gibt der Arbeit Sinn. Es kann hilfreich sein, dazu einen Fragebogen zu entwerfen, den der Kunde ausfüllt und in dem natürlich auch Platz für kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge sein kann. Abfragen können Sie Aspekte wie Qualität der Verarbeitung und Güte des Materials, Übereinstimmung von Plan und Ausführung, Gesamteindruck oder Passgenauigkeit. Doch Achtung: Ein derartiges Feedbackinstrument sollte nur eine Gedächtnisstütze sein − wichtiger sind die authentischen Äußerungen des Kunden.

 

 

 

 

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