Körpersprache

Körpersprache

Konkrete Tipps, wie Sie Ihre Körpersprache situationsgerecht und wirkungsvoll einsetzen können. Erfahren Sie, wie Sie widersprüchliche Botschaften und falsche Signale vermeiden können. Lernen Sie Ihre Kunden, Kollegen und Mitmenschen besser einzuschätzen.

Zeigefinger als Waffe

Wird der Zeigefinger auf den Körper eines anderen gerichtet, so kann dies wie eine Waffe wirken. In manchen Kulturen ist diese Geste eine offene Konfrontation und daher ein absolutes Tabu. Sie können damit rechnen, dass Ihr Gegenüber ebenfalls körpersprachlich aggressiv reagiert und das Gespräch schwieriger wird. Machen Sie sich gefährlicher Gesten bewusst!

 

  • Gegenüber mit gestrecktem Zeigefinger anvisieren: Drohung („Keine falsche Bewegung!”) oder zwanghafte Aufforderung („Ich zähle auf Sie!”).
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Ziel durchbohren: Mehrfaches Vorstoßen des Zeigefingers spießt Ihr Gegenüber auf. Achten Sie auch in Gesprächen darauf, dass Sie Ihren Gesprächspartner nicht mit Ihrem Stift „attackieren”.
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Der erhobene Zeigefinger kann auch lehrerhaft wirken. Das ist zwar nicht gefährlich, wirkt aber unsympathisch.

Offene Hände

In welches Restaurant würden Sie lieber gehen? Dorthin, wo Sie mit verschränkten Armen vor der Tür empfangen werden oder lieber dort, wo man Ihnen die Tür aufhält? Vermutlich ziehen Sie Letzteres vor. Offene Hände signalisieren eine Einladung, wie: „Kommen Sie herein, Sie sind hier willkommen”. Das wirkt sympathisch. Die Aussage kann auch sein: „Ich gebe gerne!” (z. B. ein Angebot, das Ihrem Gesprächspartner hilft) oder „Vertrauen Sie mir!” (Eine oder beide Hände wirken wie eine Schale, in die Vertrauen gelegt werden kann.) Nutzen Sie bei Gesprächen offene Gesten. Dann stoßen Sie öfter auf „offene Ohren”!
 

Selbstberührungen

Selbstberührungen sind ein wichtiger Teil unserer Körpersprache. Meist geschehen sie unbewusst und sind dadurch sehr aufschlussreich. Was wird durch Selbstberührungen ausgedrückt? Die Bandbreite an Selbstberührungen ist groß, ebenso die Aussagen, die dahinter stecken. Dabei liegen positive und negative Gesten äußerst dicht beieinander. Hier einige Beispiele:

 

  • Drohung: Arme in die Seite stemmen, Fäuste auf die Brust pressen, Nacken festhalten.
  • Entschuldigung: Hand flach auf der Brust.
  • Überforderung: Auge reiben, Stirn abwischen.
  • Nervosität: Hals, Kopf oder hinter dem Ohr kratzen, am Ohrläppchen spielen und Nacken massieren.
  • Bestrafung: Auf die Wange, an den Kopf oder die Stirn schlagen.
  • Idee: Mit dem Zeigefinger an die Schläfe oder Nase klopfen.

Visitenkarte überreichen

„Darf ich Ihnen meine Karte geben?” – Natürlich dürfen Sie! Kontakte im Geschäftsleben sind doch das A und O. Selbstverständlich werden Sie Ihre Visitenkarte nicht über den Tisch werfen oder schnippen. Aber was sollten Sie bezüglich der Körpersprache beim Überreichen und Annehmen von Visitenkarten noch beachten?
 
Die Visitenkarte ist ein Statussymbol Ihres Gegenübers und sollte daher auch dementsprechend respektvoll behandelt werden. Nehmen Sie die Karte dankend an und widmen Sie ihr einen Moment lang Ihre volle Aufmerksamkeit. Schließlich hilft sie auch dabei, sich den Namen einzuprägen. Geben Sie Ihre Karte dann so weiter, dass Ihr Name und Ihre Position auf den ersten Blick erkennbar sind.
 
Übrigens: Die Visitenkarte wird in manchen Ländern mit besonderem Respekt behandelt und in Form einer kleinen Zeremonie mit beiden Händen übergeben. Informieren Sie sich frühzeitig über die entsprechenden Gepflogenheiten, wenn Sie es mit Gesprächspartnern aus anderen Kulturen zu tun haben.
 

Der Nase-Nabel-Kontakt

Sie reden mit jemandem über ein in Ihren Augen wichtiges Thema. Ihr Gesprächspartner schaut Sie zwar an, doch nur der Kopf zeigt in Ihre Richtung, der Körper in eine andere. Dies ist ein Signal, dass Sie wohl nicht die volle Aufmerksamkeit haben. Welche Hinweise gibt es, wenn Sie die Blickrichtung, Nase und Nabel beachten?

 

  • Kein Blickkontakt, körperabgewandt: So gut wie kein Interesse, sich mit Ihnen zu unterhalten.
  • Nase zugewandt: Nur Augen und Nase sind auf Sie gerichtet. Durchschnittliches Interesse, denn es wird die „kalte Schulter“ gezeigt!
  • Nase und Nabel zugewandt: Nicht nur die Nase, sondern auch der Körper samt Nabel zeigen in Ihre Richtung und bilden eine Senkrechte. Sie haben die volle Aufmerksamkeit. Nutzen Sie sie, bevor sich die Achsen wieder verschieben!

Doch Achtung: Erzwingen Sie den Nase-Nabel-Kontakt nicht durch einen Positionswechsel direkt vor den Körper des anderen. Das wirkt aufdringlich!

 

 

 

 

Körpersprache verstehen und nutzen

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